• Karola Kroener

Eiweißverunsicherung

Aktualisiert: 30. März 2019

Immer wieder höre ich die Frage: Bekommst du genug Eiweiß, wenn du kein Fleisch isst?

Wir unterliegen einer großen Gehirnwäsche, die uns einzureden versucht, dass man Tiereiweiß essen muss, um stark und muskulös zu sein, da in pflanzlicher Nahrung kein oder zu wenig Eiweiß enthalten sei. Ein „starker Mann“ braucht Fleisch!!

Wenn man sich jedoch nur einmal in der Tierwelt umsieht, dann ist es ja geradezu ein Wunder, dass es so starke Tiere wie Gorillas, Elefanten, Nashörner, Büffel, Pferde überhaupt gibt. Sie fressen hauptsächlich Blätter, Gras und Obst.



Wenn also diese großen starken Tiere offensichtlich Muskeln haben, muss ja wohl irgendwo das Eiweiß in den Pflanzen versteckt sein. In der Tat ist in diesen Pflanzen ein sehr großer Eiweißanteil und nicht nur das, sondern auch eine große Portion Lebensenergie und Heilkraft enthalten. Um an diese Schätze zu gelangen, müssen wir die Zellwände aufbrechen. Wir können also, genau wie die Tiere, die Pflanzen sehr lange kauen und einspeicheln oder da wir dazu zu bequem sind, die Pflanzen in einem starken Mixer zerkleinern. Damit kommen wir zu den Smoothies.

Der Vorteil des Pflanzeneiweißes besteht darin, dass der menschliche Körper aus diesem Eiweiß ohne viel Aufwand das für ihn geeignete Eiweiß herstellen kann. Viele Leistungssportler und Bodybuilder haben das bereits erkannt und sind auf pflanzliches Protein umgestiegen.


Jetzt noch ein paar Informationen zum Tiereiweiß :

  • Der Verzehr von Fleisch macht den Körper sauer, so dass er wieder Anstrengungen unternehmen muss, um diese Säure abzupuffern.

  • Mit dem Essen von Fleisch bekommt man gleichzeitig eine große Hormonbeigabe, Antibiotika und andere schädliche Dinge der Pharmaindustrie mit auf den Teller.

  • Da die Tiere in der Regel sehr krank sind, bekommt man zusätzlich noch deren kranke Zellen zu essen.

  • Die Nieren eines Fleischessers müssen dreimal mehr leisten als die eines Pflanzenessers.

  • Die Blutgefäße der Fleischesser werden stärker durch Ablagerungen geschädigt.

Zu ergänzen ist:

  • Die langlebigsten Tiere sind keine Fleischfresser

  • Pflanzliches Eiweiß ist nicht krebserregend.

Es wird klar, dass auch aus diesen Gründen, Tiereiweiß nicht gegessen werden sollte.

Jetzt kommt wieder das Argument: Aber der Mensch ist doch ein Allesfresser!

Ja, das ist er. Er ist ein Überlebenskünstler, so kann er in harten Zeiten wie z. B. in der Eiszeit auf Fleisch zurückgreifen. Er bezahlt aber dafür mit einer kürzeren Lebensdauer und einer schlechteren Lebensqualität.

Wir leben in einer Zeit, in der wir die Möglichkeit besitzen, uns optimal zu ernähren und müssen nicht eine reine Überlebensstrategie wählen. Wenn wir diese Chance nicht wahrnehmen, weil wir der Fleischindustrie glauben wollen, werden wir die Folgen an uns selbst feststellen können.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Qualen der Tiere über ihr Fleisch auch in uns ihre Spuren hinterlassen werden.

Pflanzen, die viel Eiweiß enthalten:

  • Brennnesseln (wie auf dem Bild zu sehen, haben einige Tiere die Vorteile der Brennnesseln schon erkannt)

  • Samen

  • Nüsse

  • Oliven

  • grünes Blattgemüse, z.B. Spinat, Rucola, Grünkohl, Petersilie, Rosenkohl

  • Gräser

  • Algen

  • Kürbiskerne

  • Mandeln

  • Sprossen und Keimlinge von Getreide (Nüsse und Samen sollten mindestens ein paar Stunden eingeweicht werden, am besten über Nacht. So werden die Enzymhemmer abgebaut und deshalb können die Nüsse und Samen besser verdaut werden.)

Ich füge hier noch einige Zitate hinzu.

Leonardo da Vinci

Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet wird, wie das Verbrechen am Menschen. [...]

Zarathustra sagt, dass er schon seit seinen frühesten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen habe und dass die Zeit kommen werde, in der alle Menschen so wie er mit einer vegetarischen Diät zufrieden sein und den Mord an Tieren dem Mord an Menschen gleichsetzen.[...]

Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten! Du hast den Menschen als König der Tiere bezeichnet – ich aber würde sagen: König der Raubtiere, unter denen du das größte bist; denn hast du sie nicht getötet, damit sie dir zur Gaumenbefriedigung dienen, wodurch du dich zum Grabe aller Tiere machst? Erzeugt denn die Natur nicht genug Vegetabilien, mit denen du dich sättigen kannst? [...]

Bertold Brecht

Ich bestelle ein Steak, und der Unmensch von Schlachter tötet ein Rind. Welche Krankheit könnte so gefährlich sein, wie es der Mensch ist?

Gautama, Siddharta- Buddha

Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht.

Albert Einstein Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.

Mahatma Gandhi Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.

Abraham Lincoln Ich bin für Tierrechte ebenso wie für Menschenrechte. Das ist es, was einen vollkommenen Menschen ausmacht.

Ovid römischer Philosoph, Dichter Das Zeitalter welches wir das Goldene benannt haben, war gesegnet mit den Früchten der Bäume und mit den Kräutern, welche die Erde hervorbringt, und der Mund der Menschen wurde nicht mit Blut befleckt. Damals bewegten die Vögel ihre Schwingen sicher in den Lüften, und der Hase durchstreifte das freie Feld ohne Furcht. Damals wurde der Fisch nicht das arglose Opfer des Menschen. Jeder Ort war ohne Verrat; keine Ungerechtigkeit herrschte – alles war von Friede erfüllt. In späteren Zeitaltern schmähte und verachtete ein Unheilstifter diese reine einfache Nahrung und versenkte in seinen gefrässigen Wanst Speisen, die von Leichnamen herrühren. Damit öffnete er zugleich der Schlechtigkeit den Weg.

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